Pullach - Baryschiwka

Neuigkeiten und Termine


Spendeaktion läuft weiter!
Ein Auto für „Essen auf Rädern“ in Baryschiwka

Wir haben weitere großzügige Spenden erhalten! Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei den Spendern bedanken, die uns in den letzten zwei Wochen zusammen 1.500 € überwiesen haben. Wie Sie sehen steigt unser Spendenbarometer beharrlich – es steht jetzt bei 4.700 €!
Bitte spenden Sie weiter, damit wir für unsere Freunde möglichst bald einen kleinen Kombi aus ukrainischer Produktion kaufen können. Dieser wird etwa 7.000 Euro kosten und ermöglichen, mehr Bedürftige in Baryschiwka und den umliegenden Dörfern mir warmen Mahlzeiten versorgen zu können.

Haben Sie Fragen dazu? Dann schreiben Sie uns unter vorstand@partnerschaftenverein-pullach.de ein E-Mail!

Arnulf Mallach
Vorstandsmitglied

Partnerschaftenverein Pullach i. Isartal e. V. Stichwort: „Essen auf Rädern“ Kontonummer: 9626342 Kreissparkasse München-Starnberg BLZ 70250150
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt aus.

"Isar-Anzeiger", 10.05.2012

Bild: Spendebarometer2


Ein Auto für „Essen auf Rädern“ in Baryschiwka

Knapp die Hälfte haben wir schon!
Dank einer Großspende einer Pullacher Privatperson hat unser Spendenbarometer bereits fast die Hälfte des notwendigen Betrags erreicht – es steht momentan bei 3.200 €!
Bitte spenden Sie weiter, damit wir für unsere Freunde möglichst bald einen kleinen Kombi aus ukrainischer Produktion kaufen können. Dieser wird etwa 7.000 Euro kosten und ermöglichen, mehr Bedürftige in Baryschiwka und den umliegenden Dörfern mir warmen Mahlzeiten versorgen zu können.

Haben Sie Fragen dazu? Dann schreiben Sie uns unter vorstand@partnerschaftenverein-pullach.de ein E-Mail!

Arnulf Mallach
Vorstandsmitglied

Partnerschaftenverein Pullach i. Isartal e. V. Stichwort: „Essen auf Rädern“ Kontonummer: 9626342 Kreissparkasse München-Starnberg BLZ 70250150
Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus.

"Isar-Anzeiger", 26.04.2012

Bild: Spendebarometer1


Bild: Essen Auf Raedern1


Kindereinladung 2012


Die Kindereinladung 2012 findet statt: Ankunft Burg Schwaneck Samstag 30.06. bis Dienstag 03.07.2012. Am Dienstag 03.07. um 14:00 Uhr ist der Empfang der Kinder beim Bürgermeister im Rathaus. Hier ist dann die Übergabe der Kinder an die Gastfamilien. Abreise am 11. Juli.


Wir suchen Gastfamilien für die Kinder aus Baryschiwka/Beresan, 12-14 Jahre alt, vom 03. bis 11. Juli 2012.




Jugendaustausch 2012: Jugendliche aus Baryschiwka kommen im August nach Pullach.



Neuwahl war beim Partnerschaftenverein am 22.03.2012.

Bild: Neugewaehlter Vorstand 2012



Jugendaustausch Pullach > Baryschiwka 2011
11 Pullacher Jugendliche reisen nach Baryschiwka



11 Jugendliche waren interessiert daran, einen Teil ihrer Sommerferien in einem fremden und uns weitgehend unbekannten Land zu verbringen – also mal was anderes, als das sonst so übliche, zu wagen.
Ob es sich gelohnt hat und wie es uns bei unserem einwöchigen Aufenthalt in der Pullacher Partnerstadt ergangen ist, was wir erlebt haben und was die Jugendlichen in Baryschiwka an Eindrücken gewonnen haben, können Sie hier im Isar-Anzeiger in den nächsten Wochen nachlesen – als Reisebericht in Form eines Reisetagebuches, an dem sich alle Jugendlichen beteiligt haben.

Arnulf Mallach
Vorstandsmitglied des Partnerschaftenvereins



Teil 1: Endlich war es so weit!

Endlich war es soweit, es war Samstag der 13. August. Während andere, morgens um 6:30 Uhr noch träumten, standen am Pullacher Bahnhof 8 Jugendliche, ihr Reiseleiter, jede Menge Gepäck, 2 Fässer Bier und eine Buche und warteten voller Vorfreude auf die S-Bahn (das Gepäck und die 2 Fässer freuten sich natürlich nicht und ob die Buche aufgeregt war wissen wir nicht, wenn sie aber verstanden hätte, dass wir uns jetzt auf die lange und spannende Reise in die Ukraine machen, wäre sie vielleicht auch ein bisschen nervös gewesen).
Als die S-Bahn (ausnahmsweise mal pünktlich) eintraf und alle Habseligkeiten verstaut waren, konnte es losgehen. Wir stiegen am Münchner Hauptbahnhof aus. Dort schleppten wir unsere Siebensachen zu Gleis zwölf, wo unser Railjet und eine weitere Reiseteilnehmerin warteten.
Nach der Verabschiedung der Leute, die uns zum Hbf. begleitet haben (die meisten Eltern wurden jedoch schon in Pullach zurückgelassen), machten wir es uns im Zug gemütlich. Da alle sehr früh aufgestanden waren, war die Hauptbeschäftigung schlafen, wahlweise auch Essen, recht viel mehr gab es nicht zu tun. Unser nächster Umsteigeort war Wien, wer jetzt denkt wir wären dort durch den Prater spaziert, hätten Schloss Belvedere und Schönbrunn angeschaut, der täuscht sich gewaltig. Wir haben in Wien nicht einmal das Tageslicht gesehen. Spannend war es trotzdem. Wir hatten nämlich genau 15 Minuten Umsteigezeit, und unser nächster Zug wartete leider an einem anderen Bahnhof. So hieß es, die nächste U-Bahn erwischen. Wer den Wiener Untergrund geplant hat, hat wahrscheinlich an ziemlich viel gedacht, wohl aber nicht daran, dass eines Tages 10 Reisende mit Gepäck für 13 Tage, 2 Fässern Bier und einem Baum dringend U-Bahn fahren müssen. Und so hieß es treppauf, treppab. Als alle in die U-Bahn hetzten, musste festgestellt werden, dass die 2 Fässer und der Fässerschlepper fehlten, die waren wahrscheinlich an irgendeiner Treppe hängengeblieben. Und so rannte der Reiseleiter zurück während sich die anderen in die Lichtschranke stellten.
Wir erwischten den nächsten Zug dann auch, dass Glück währte allerdings nicht lange weil es 1 Stunde später in Bratislava schon wieder umsteigen hieß. Diesmal aber endgültig das letzte Mal.

Der Zug in dem wir die nächsten 26 Stunden verweilen sollten, übertraf unsere Erwartungen. Was allerdings auch nicht schwer war, die Erwartungen waren nämlich nicht sehr hoch (er fiel zumindest nicht auseinander). Nach der komplizierten Aufteilung der „Schlafabteilungen“, in die meist 3 Personen passten (allerdings nur, wenn sie in ihren Betten lagen oder sich stapelten) machte man sich als erstes auf die Suche nach dem Speisewagen, nicht nur wegen dem Essen, sondern weil dort die Klimaanlage funktionierte, was man von den Abteilen nicht behaupten konnten. Langweilig wurde es allerdings nie, es gab viel zu reden, zu spielen und auch der I-Pod sorgte für Unterhaltung. Und wenn man die 1.000 Lieder auf seinem eigenen I-Pod durchgehört hatte, wurde mit dem Nachbarn getauscht. Dass sich die Türen des ukrainischen Zuges während voller Fahrt öffnen ließen, sorgte auch für Spaß. Voller Erwartung warteten wir auf die Nacht, weil wir dann die ukrainische Grenze überqueren und von Zöllnern kontrolliert würden.
Niemand legte sich bis um 3 Uhr schlafen. Endlich war es soweit, man hörte Krach und laute Stimmen die in einer fremden Sprache redeten. Das einzige Wort das wir verstanden war „Passport“. Ein großer Deutscher Schäferhund rannte auf und ab. Wir mussten unsere Reisepässe abgeben. Anschließend schauten wir noch zu, wie die Räder unseres Zugs gewechselt wurden, da in der Ukraine die Schienen anders sind, als in der EU. Weil wir müde waren, gingen alle schlafen und wurden, vor dem Morgen, nur noch einmal von den Grenzern geweckt, die uns die Reisepässe zurückgaben.
Dann endlich war es Sonntagabend. Nach 36 Stunden Fahrt fuhren wir langsam in den Bahnhof von Kiew ein. Aufgeregt stiegen wir alle aus und sahen auch wenig später schon bekannte Gesichter. Wir wurden herzlich von unseren Freunden aus Baryschiwka begrüßt, machten uns aber schon bald auf den Weg zu unserem Bus, weil alle von der langen Fahrt sehr geplättet waren. Wir machten es uns in dem Schulbus bequem, der aussah als hätte er die besten Zeiten schon hinter sich. Nach einer Stunde Fahrt durch das dunkle, aber dadurch nicht weniger beeindruckende Kiew und dessen Umgebung, wurden alle Einzeln oder in 2er- Paaren aus dem Bus geschmissen und allein ihrem Schicksal überlassen (natürlich warteten draußen unsere Familien in denen wir die nächste Woche leben würden).
Meine Familie empfing mich sehr herzlich. Wir machten uns auch sogleich auf dem Weg zu „unserer“ Wohnung. Auf dem Weg dorthin verfolgten uns 3 Schäferhunde und wenn man um sich blickte sah man auch sonst überall freilebende Hunde. Als wir das riesige, mehrstöckige Wohnhaus betraten war ich schockiert. Hier sollte ich die nächste Woche leben? Das Treppenhaus sah eher aus wie das eines alten Parkhauses. Überall Pfützen und von der Wand blätterte die Farbe ab. Doch als die Wohnungstür geöffnet wurde war ich überrascht. Sie war total gemütlich eingerichtet und auch sehr ordentlich. Überall duftete es wunderbar nach Essen. Meine 14-jährige Gastschwester hatte für mich ihr Zimmer geräumt und war zu ihrer Mutter ins Wohnzimmer gezogen. Der Vater schlief, während ich da war bei seinen Eltern. Endlich durfte ich nach 36 Stunden wieder duschen. Danach überreichte ich meine Gastgeschenke (Schokolade, Gummibärchen und Oktoberfestbier) und dann setzten wir uns an den Tisch zum Essen. „Meine Familie“ hatte extra für mich ein riesiges Festessen bereitet. Sogar die Großeltern hatten Brot gebacken. Leider konnte ich es nicht entsprechend würdigen, bestand doch mein Zeitvertreib der letzten 36 Stunden aus genau dieser Tätigkeit (Essen). Dann ging es erst mal ins Bett.
Am nächsten Morgen ging es, nach dem Frühstück, in die Verwaltung von Baryschiwka wo wir offiziell vom Bürgermeister und anderen „wichtigen Leuten“ begrüßt wurden. Danach durften wir Kaffeetrinken und Kekse essen. Dann ging es weiter ins Schewtschenko-Museum. Schewtschenko war der bedeutendste ukrainische Lyriker. Nachdem wir dort jede Menge interessantes über sein Leben und seine Werke erfahren hatten, ging es weiter zum Mittagessen ins Banzai (einem sehr beliebte Treff in Baryschiwka). Es hatte zwar noch niemand Hunger, aber höflichkeitshalber wurde das 3-Gänge-Menü doch gegessen (diese Thema sollte sich im Laufe der Woche zu einem Problem entwickeln und zu Konflikten mit unseren Waagen führen).
Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Deutsch-Ukrainischen Denkmal. Dort gedachten wir den schrecklich Dingen, die während des 2. Weltkriegs geschehen waren und jede Gruppe legte am jeweils anderen Denkmal einen Blumenstrauß ab. Schließlich wurde noch die Buche (die nach 36 Stunden Zugfahrt nicht mehr ganz so fröhlich aussah) eingepflanzt.
Anschließend fuhren wir zu einem See wo ein Haus stand. Dort aßen wir zu Abend, unter anderem auch eine gruselige Fischsuppe in der nur der Kopf eines Fisches schwamm und einen während des Essens anklagend ansah. Auch der ukrainische Wodka kam nicht zu kurz. Spät abends machten wir uns satt, glücklich und zufrieden mit dem Bus auf den Heimweg, wo alle müde in ihre Betten fielen.

Sonja Wolf

Bild: Am Denkmal In Tscherwonoarmisk


Am Denkmal in Tscherwonoarmisk


Teil 2: Ein Tag in Kiew und ein Abend in Baryschiwka

Am Dienstag, den zweiten Tag in Baryschiwka, haben wir uns um 7.00 Uhr in der Früh am „Mria“, dem Jugendzentrum von Baryschiwka, getroffen und uns auf den Weg nach Kiew gemacht. Es dauert eine Stunde bis Kiew, es ist ziemlich warm in diesem Simpsons-artigen Schulbus. Dort besuchen wir das Kiewer Höhlenkloster. Die Frauen müssen ein Kopf- und Hüfttuch tragen, da sie nur in Rock und mit bedecktem Kopf die Kirche sowie die Höhlen betreten dürfen. Der Vortrag unserer Führerin geht erst über die Entstehung und Zerstörung des Klosters, dann besichtigen wir die altertümliche Kirche, den 95 cm (eigentlich 95 Meter, aber die Führerin hat sich versprochen) hohen Glockenturm, den man über ganz Kiew sehen kann. Schließlich und endlich gelangen wir in die Höhlen des Klosters, die von dem Mönch Antonij aus Ljubetsch gegraben worden sind, als Zufluchtsort im 11.Jahrhundert.
Anschließend fahren wir zum Museum des 2.Weltkrieges, das in der Statue der Mutter-Heimat errichtet ist. Dieses Mutter-Heimat–Denkmal sieht der Freiheitsstatue in New York ähnlich, ist nur um einiges größer. Darin befindet sich eine zwei Stockwerke lange Ausstellung über den 2. Weltkrieg aus der Sicht der Sowjetunion mit Schilderungen des Widerstands und der Verteidigung gegen die Deutschen Angriffe. Im Museum findet man auch viele Aufnahmen, zurückgebliebene Wertsachen und persönliche Dinge. Die ganze Ausstellung ist so gemacht, dass man am Ende fast ganz oben in der Statue steht und den goldenen Stern sieht, den höchsten Orden der damaligen Sowjetunion.
Am Abend des eindrucksvollen Tages trifft sich die ganze Gruppe im „Banzai“, einem kleinen Lokal in Baryschiwka. Dort werden wir alle in einem gewissen Jagdhütterl untergebracht, singen Lieder und stoßen auf die Freundschaft, die Liebe und die Männer an – Budmo hey, Budmo hey, Budmo hey, hey, hey, ein Prosit…

Albertyna Dobesova

Bild: Neu Im Hoehlenkloster

Im Höhlenkloster


Teil 3: Kontrastprogramm in Kiew

Nach einem ergiebigen Frühstück starteten wir wieder mit unserem quietsch-gelben Reisebus in den Donnerstag. Unser Ziel war zum zweiten mal Kiew, wo unser Ausflug mit einer Führung durch das Tschernobyl-Museum begann. Dort wurde uns anhand einer Vielzahl von Exponaten wie Modellen, Fotos und Filmen sowie den Erklärungen eines Museumsführers nahe gebracht, wie es 1986 zu dieser gravierenden Katastrophe kommen konnte und welche Folgen der Supergau für die Ukraine und den Rest der Welt nach sich gezogen hatte. Neben den gesundheitlichen Schäden, die durch die Strahlung verursacht wurden, zeigte man uns außerdem wie die Natur auf die Radioaktivität reagierte und wie die damalige Sowjetunion versuchte, diese Krise in den Griff zu bekommen.
Die nächste Station unserer Tour war das „Pinchuk Art Centre“, eine Kunstausstellung im Herzen der ukrainischen Hauptstadt. Da Sergiy, unser sorgender Gruppenleiter, uns nicht mit leerem Magen in der Warteschlange stehen lassen konnte, bekamen wir als Snack eine weltweit verbreitete kulinarische Köstlichkeit, einen „Wrap“ von „McDonalds“. Mit Abstand nicht so lecker wie die ukrainischen Gerichte, in deren Genuss wir sonst immer kamen. Das „Pinchuk Art Centre“ bot uns den Zugang zu Kunstwerken verschiedener moderner Künstler, die die Sinne der Besucher anregten. Neben den Skulpturen, Bildern und Fotografien sorgten vor allem die Installationen des Dänen Olafur Eliasson für Aufsehen, die durch ihr Spiel mit Licht und Raum beeindruckten.
Nach der Museumsbesichtigung machten wir uns wieder mit dem Bus auf den Weg. Nachdem wir Kiew noch einmal durchquerten, um Wahrzeichen wie die Sophienkathedrale und die Universität zu sehen, ging es nun zurück Richtung Baryschiwka. Ziel war die Farm des Partnerschaftsvereinsmitgliedes Boris Skorik, wo wir freundschaftlich empfangen wurden. Dabei handelte es sich um ein riesiges Gelände, auf dem sich ein See, ein paar Ferienhütten und ein Gehege mit mehreren Straußen befand. Der Volleyballplatz und die Fußballtore, die uns außerdem von unserem Gastgeber zur Verfügung gestellt wurden, bereiteten uns bei dem herrlichen Wetter ebenfalls sehr viel Spaß. Nach einem ausgiebigen Abendessen, dass es in seiner Fülle und Feierlichkeit mit den Wildschwein-Fress-Tafeln von Asterix und Obelix aufnehmen konnte, entspannten wir uns in der Abendsonne an einem kleinen Sandstrand am Ufer des Sees. Während einige von uns baden oder angeln gingen, genossen wir den Abend, indem wir ukrainische Lieder hörten, die uns stets textsicher und von der Gitarre begleitet vorgetragen wurden. Glücklich und zufrieden fuhren wir schließlich wieder zu unseren Familien zurück, wo uns aber vorm Schlafengehen natürlich noch ein liebevoll zubereitetes Abendessen erwartete.

Anna Kloeber und Philipp Bayerle

Bild: Bild 02



Teil 4: Ein Festtag in Baryschiwka

Am Freitag, den 19.08 2011 trafen wir uns alle um 9 Uhr, wie immer, vor dem Jugendzentrum in Baryschiwka, um mit dem Bus gemeinsam zum Sanatorium Poljana zu fahren. In dieser Einrichtung können sich Kinder nach einer schweren Krankheit 14 Tage lang erholen und sind dabei unter einer medizinischen Aufsicht. Wir wurden herzlich empfangen und bekamen eine Führung durch die Räumlichkeiten. Es gab für jede medizinische Richtung unterschiedliche, speziell ausgestattete Zimmer. Zudem kamen Aufenthaltsräume und Schlafgemächer der Kinder. Nach der Führung waren wir alle zu einem Mittagessen dort eingeladen. Es gab wie immer so viel zu Essen, dass sich die Tische zu biegen drohten. Gut gesättigt brachen wir mit unserem Bus, zurück nach Baryschiwka auf. Dort angekommen besuchten wir das Dorffest, das zu dieser Zeit im Gange war. In dem hiesigen Bürgerhaus traten zur Feier des Tages unterschiedliche Sängerinnen und Sänger aus der Ortschaft auf. Da Musikerziehung dort fast schon Standard ist, war dies sehr schön anzuhören. Und nicht nur Sänger waren dort, sondern auch Tanzgruppen, die ihr bestes zur Show gaben. Ebenfalls wurden wir Zeuge, wie viele Kinder zu Kosaken ernannt wurden.
Nachdem die Feierlichkeiten auf der Bühne beendet waren, wurden diese unter freiem Himmel fortgesetzt. Es gab viele Stände mit unterschiedlichen ukrainischen Spezialitäten, von denen wir, trotz vollem Magen, doch einige probierten. Nun war jedem freigestellt noch dort zu bleiben, oder nach Hause zu gehen, um sich für den kommenden Abend fertig zu machen. Wir wurden nämlich alle zu einer Party im Garten der Familie Babytsch eingeladen, wo wir, oder besser gesagt der ukrainische Reiseleiter Sergij Anatolowitsch, das erste der von uns mitgebrachten Bierfässer anzapfte. Dies war natürlich eine große Attraktion für unsere ukrainischen Freunde. Über dem Feuer wurde eine leckere Suppe zubereitet, die wir verspeisten. Nach langem Feiern kamen wir immer näher dem nächsten Morgen und somit dem 41. Geburtstag von Sergij Anatolowitsch. Nachdem wir den Countdown runtergezählt hatten, wurde dieser mit vielen Glückwünschen groß von allen gefeiert. Schlussendlich war es ein sehr schöner, gelungener und informativer Tag, den wir sicherlich nie vergessen werden.

Jakob Kaffl

Bild: Neu Bild 01



Teil 5: Ein Rundgang durch Baryschiwka

Den Samstag verbrachten wir in Baryschiwka. Am morgen trafen wir uns, zum größten Teil übermüdet, vor der Schule. Die Schule war, zur Überraschung aller, die eher ein kleines Haus erwartet hatten, ein großes, gut erhaltenes, einladendes Gebäude. Um die Schule herum war ein von den Schülern selbst gestalteter, großer Blumengarten. Im Inneren befand sich, neben den Klassenzimmern, auch noch eine Metallwerkstatt, eine Holzwerkstatt, Schlafräume, in denen die 1.Klässler Mittagsschlaf halten konnten und ein Theatersaal.
Von der Schule aus liefen wir ein paar Minuten lang weiter zum Friedhof. Der Pfarrer Lubomir holte uns vor dem Eingang ab und wir gingen zur Mitte des Friedhofs, wo die Kirche steht. Bevor wir in die Kirche gehen durften, mussten die Mädchen sich Kopftücher umbinden und trotz langer Jeans auch ein Tuch um die Hüfte wickeln. Die Jungs, die alle mit kurzen, teilweise sogar Badehosen bekleidet waren, durften einfach so in die Kirche. Die Kirche war so groß wie eine Kapelle, und hatte nur drei Bänke, die an der Wand standen. Beim Eintreten stand man erstmal vor einem großen Freiraum, in dem die Leute während dem Gottesdienst stehen können. Vorne stand der Altar und dahinter gingen zwei Türen in die Sakristei, die aber nur der Pfarrer betreten darf.
Nachdem wir alles gesehen hatten, verabschiedeten wir uns vom Pfarrer und gingen weiter zur Feuerwehr von Baryschiwka. Es war nur ein kleines Haus, mit zwei Garagen, in denen alte Feuerwehrfahrzeuge, die früher einmal Pullach gehört hatten, standen. Ein paar Feuerwehrmänner, die gerade Dienst hatten, erzählten uns etwas über die Fahrzeuge und die Feuerwehr, bevor wir 16 Personen in einem Löschfahrzeug zusammengequetscht weiter zu unserem nächsten Ziel gefahren wurden:
Das Heimatmuseum von Baryschiwka. Das Gebäude, in dem das Museum war, hatte ein Stockwerk und 5 Zimmer. In denen historische Kleidung, Waffen, Bilder und sogar alte Streichhölzer von deutschen Soldaten ausgestellt waren. Eine Frau führte uns und erzählte uns Geschichten zu den einzelnen Dingen. Als wir alles gesehen und gehört hatten liefen wir zu unserem letzten Ziel an diesem Tag: Das Jugendzentrum. Ein riesiges Haus, dass auch gepflegt aussah. Jedenfalls wenn man davor stand - an der Hinterseite des Hauses waren viele Scheiben eingeschlagen. Der Direktor des Jugendhauses Serghij führte uns durch das Haus. Sogar ein Schwimmbad hat es. Das einzige was diesem noch fehlt ist das Wasser.
Nach der Führung hatten alle Mütter, eher zum Leid als zum Wohl von uns mehr als satten Jugendlichen, eine riesige Tafel mit Essen aufgebaut. Nachdem das leckere Essen mehr heruntergezwungen als genossen worden war, feierten wir noch, bevor alle erschöpft von diesem langen Tag, nach Hause gingen und ins Bett sanken.

Veronika Wolf

Bild: Jugendzentrum Mrija   Im Kosmonautenklub

Jugendzentrum Mrija - im Kosmonautenklub



Teil 6: 20 Jahre Unabhängigkeit der Ukraine

Von unserer elftägigen Reise in die Ukraine haben wir die Aufgabe, einen Bericht über den letzten Tag und die Rückreise zu schreiben. Wie Sie bereits aus den vergangenen Ausgaben des Isaranzeigers erfahren konnten, war dies kein gewöhnlicher Strandurlaub, sondern eine aufregende Reise zu Besuch bei Freunden.

Am Sonntag mussten wir früh aufstehen um gleich darauf auf ukrainisch zu frühstücken. Es ist dort durchaus üblich in der Früh die traditionelle Gemüsesuppe Borschtsch und im Anschluss Fleischpflanzerl mit Kartoffelbrei zu speisen. Diese, für deutsche Verhältnisse üppige Mahlzeit,
konnten wir auch gut gebrauchen, denn wir hatten eine lange Fahrt vor uns. Es sollte nach Browary gehen, auf ein großes Fest anlässlich der 20-jährigen Unabhängigkeit der Ukraine.
Die üppige Mahlzeit am Morgen konnten wir deshalb so gut gebrauchen, weil wir auch typisch ukrainisch Bus gefahren sind – mit Wodka und vielen Schlaglöchern.
In Browary angekommen, erwartete uns ein oktoberfestähnlicher Festumzug. Teilnehmer waren unterschiedliche Gruppierungen aus dem ganzen Kiewer Gebiet – einschließlich der Jugendgruppe aus Baryschiwka und Pullach.
Dabei wurden wir ganz besonders bestaunt, denn wir vertraten unsere Heimat in Bayerischer Tracht. Der Umzug endete im Stadtpark im dem es ein großes Angebot an Essen und Trinken (Wodka), Musik, Gesang und traditionellen Tanzdarbietungen gab. Um ca. elf Uhr bekamen wir ein deftiges Mittagessen, welches dem Frühstück sehr ähnlich war. Mit vollen Mägen und leicht angeheiterten Gemütern hatten wir dann den Nachmittag auf dem Fest zu unserer freien Verfügung. Anschließend trafen sich alle am Bus und wir fuhren wieder typisch ukrainisch zurück. Mit viel Schlaglöchern und...
Zurück in Baryschiwka hatten wir Zeit, uns für den letzten Abend herzurichten und ein deftiges Mahl einzunehmen, welches im wesentlichen dem Frühstück und Mittagessen ähnlich war.
Liebe Leser, aber nicht dass Sie meinen das ukrainische Essen sei einseitig – nein es ist durchwegs abwechslungsreich und kulinarisch!
Die Abendgestaltung bestand aus einer Abschiedsparty im Jugendzentrum Mrija. Es gab überraschender Weise Salzstangen und Chips und als Getränk Augustiner Hell, welches wir in Holzfässern aus der fernen Heimat über die Grenze geschmuggelt hatten. Der Abend war von Abschiedsstimmung geprägt, sodass die übliche ukrainische Feierfreudigkeit diesmal ausblieb.
Am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufstehen um mit dem Bus nach Kiew Hauptbahnhof zu fahren, wo uns unser Zug bereits erwartete. Viele von uns verabschiedeten sich unter Tränen bei unseren Freunden und so verließen wir traurig gestimmt die Ukraine.
Wir waren sehr müde und legten uns sofort in unseren Schlafwagenabteilen schlafen. Unglücklicherweise war die Klimaanlage in unserem Abteil defekt und das öffnen der Fenster nicht möglich. Und so verbrachten wir die Nacht in einem gut beheiztem Abteil, was besonders für den auf dem obersten der drei Stockbetten Liegenden äußerst warm war.
So fuhren wir 36 Stunden unserer Heimat entgegen und kamen auch gut über die Grenzen.

Die Zeit in Baryschiwka war für uns ein wunderbares Erlebnis, denn wir lernten viel über die fremde Kultur und Lebensart, begegneten stets sehr gastfreundlichen Einheimischen und konnten neue Freunde gewinnen.
Wir haben diese Reise nicht bereut und würden gerne wieder dabei sein wenn es in zwei Jahren wieder nach Baryschiwka geht.

Florian Butscheid, Benno Kaffl

Bild: Bild 01



großartiges Jubiläum
Was waren das nur für ein paar bewegende, spannende und abwechslungsreiche Tage hier in Pullach! Am 19. Juli reisten die ersten ukrainischen Gäste zum Jubiläum an, einen Tag später erreichte der Bus mit den restlichen Gästen unsere Gemeinde. Das schlechte Wetter konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Höhepunkt wurde das Jubiläumsfest am Samstag und das Familienfest am Sonntagnachmittag zu dem sich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger einfanden. Neue Kontakte wurden geknüpft und Freundschaften vertieft. Es wurde gemeinsam gelacht und getanzt.
Für die Rahmengestaltung möchte sich der Partnerschaftenverein ganz herzlich bei allen Pullacher Vereinen bedanken, die am Gelingen dieser Tage mit beteiligt waren. Ohne sie wäre es bestimmt nicht so schön geworden.
Ein weiteres Dankeschön geht an die vielen Gastgeber, die unsere Gäste in ihren Häusern aufgenommen haben. Durch ihre Mithilfe konnte unsere Städtepartnerschaft direkt von Mensch zu Mensch gelebt werden.



Peter Hailer zum Ehrenvorsitzenden ernannt
Es war ein bewegender Moment auf der letzten Hauptversammlung des Partnerschaftenvereins am 24.5.2011. Anlässlich seines 80. Geburtstags und der 20 jährigen Partnerschaft wurde Peter Hailer zum Ehrenvorsitzenden des Vereins gewählt. Seit Begründung der Partnerschaft kümmert er sich aktiv um die deutsch-ukrainischen Beziehungen.
Bild: Ehrenurkunde Fuer Peter
Sichtlich gerührt nahm er am vergangenen Dienstag die Ehrenurkunde, überreicht von der Vorsitzenden Monika Demme und ihrem Stellvertreter Klaus Richter entgegen. In seiner Dankesrede betonte er, seine enge Verbundenheit zu dem Verein und der Ukraine, die bereits seit 1945 bestehe.
Der Partnerschaftenverein bedankt sich für Peter Hailers unermüdlichen Einsatz für die deutsch-ukrainischen Beziehungen und hofft, noch lange auf seine hilfreiche Unterstützung und Beratung.





Rückblick auf 20 Jahre Partnerschaft - Präsentation des Erzählbands

Ludwig Weber, Peter Hailer und Erwin Deprosse haben sich zusammengesetzt und jede Menge Erzählungen/Geschichten aus den letzten 20 Jahren der Partnerschaft gesammelt. Das Ergebnis ist keine Chronik im klassischen Sinn, sondern ein Erzählband, in dem sich Pullacher Bürgerinnen und Bürger an ihre Erlebnisse in der Ukraine, mit ukrainischen Gästen in Pullach oder aber auf ihren Reisen in die Partnergemeinde erlebt haben. In einer kleinen Präsentation mit einigen Autoren, die über ihre Texte reflektieren, soll das Buch am 18.7. im Bürgerhaus vorgestellt werden.



Noch Plätze frei für den Jugendaustausch
bei einem anregenden ersten Treffen am vergangenen Mittwoch hat Arnulf Mallach bereits einige Jugendliche begeistern können ihn in diesem Jahr zum Jugendaustausch nach Baryschiwka zu begleiten. Noch sind wenige Restplätze übrig. Interessierte ab 16 Jahren können sich bis zum 5. Mai gerne bei Arnulf melden: 0179/7544818 oder arnulf.mallach@web.de. Der Austausch findet vom 13. bis 24. August statt.

Bild: Jugendaustausch 2011


Rückblick auf ein paar spannende Tage in Pullach
Im August 2010 haben uns Jugendliche aus Baryschiwka besucht und ein paar tolle Tage in unserer Gemeinde verbracht. Einige Impressionen gibt es im neuen: Fotoalbum und Arnulf Mallach plant bereits die nächste Reise. In diesem August werden Pullacher Jugendliche ab 16 Jahren für 10 Tage unsere Partnergemeinde etwas genauer kennen lernen können.


Endlich neue Bilder
Es hat etwas länger gedauert, aber ab heute sind die Bilder unseres Jubiläumsfestes in Baryschiwka online.


Nur noch fünf Monate bis zum großen Jubiläum
Im Juli steht Pullach ein großes Fest bevor. Vom 23. Juli bis zum 25. Juli wollen wir in unserer Gemeinde das 20-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen Baryschiwka/Beresan und Pullach begehen. Die Feier beginnt mit einem Festakt am Samstag und für den Sonntag ist ein Straßenfest auf der Schröderwiese und um den Maibaum geplant. Ganz im Sinne der Partnerschaft und der Völkerverständigung würden wir uns über tatkräftige Unterstützung der Pullacherinnen und Pulacher freuen, damit diese Feier für uns alle ein unvergessliches Erlebnis wird.



Danke für die Unterstützung!
Auch im letzten Jahr konnte der Partnerschaftenverein, dank der großzügigen Spenden der Pullacher Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen, der Partnergemeinde unter die Arme greifen. Durch Ihre Unterstützung konnten wir den Bürgern Baryschiwkas zum Jubiläumsfest ein Ultraschallgerät und eine generalüberholte Drehleiter überreichen. Dafür möchten wir uns recht herzlich bei Ihnen bedanken.



Jubiläum 20 Jahre Partnerschaft Baryschiwka/Beresan und Pullach
Die Jubiläumsfeier beginnt am Samstag, 23. Juli 2011 mit einem Festakt.
Am Sonntag, 24. Juli wollen wir mit einem Straßenfest auf der Schröderwiese und am Maibaum gemeinsam die Partnerschaft feiern.



Jugendaustausch 2011
Im August wird eine Gruppe Pullacher Jugendliche nach Baryschiwka fahren. Der genaue Termin steht momentan noch nicht fest.



Kindereinladung 2011
Auch 2011 werden uns wieder ukrainische Kinder in Pullach besuchen kommen. Die Kindereinladung findet vom 26.06. bis 3.7. statt.

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